Allergen G
Milch
Kennzeichnungspflicht gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang II.
Über dieses Allergen
Milch und Milcherzeugnisse sind das häufigste Allergen in Österreich. Zu unterscheiden sind die Milcheiweißallergie (immunologisch) und die Laktoseintoleranz (Enzymdefizit). Beide erfordern eine milcharme oder -freie Ernährung, jedoch aus unterschiedlichen Gründen.
Betroffene Bevölkerung (Schätzwerte)
🇦🇹 Österreich
4,5 % (≈ 409.500 Pers.)
🇪🇺 Europäische Union
5,0 % (≈ 22,5 Mio.)
Quellen: AGES, ECARF, EFSA. Werte sind Schätzwerte; die genaue Prävalenz variiert je nach Studie und Definition. Laktoseintoleranz (Allergen G) liegt bei europäischen Erwachsenen bei bis zu 15–20 %.
Typische Symptome
- Laktoseintoleranz: Blähungen, Durchfall, Krämpfe
- Milcheiweißallergie: Hautreaktionen, Erbrechen, Atemprobleme
- Mögliche chronische Entzündungsreaktionen
Häufig enthalten in
Tipps für Alltag & Restaurant
- Pflanzliche Alternativen: Hafermilch, Mandelmilch, Sojamilch, Reismilch – für verschiedene Zwecke unterschiedlich geeignet.
- Im Restaurant: „Laktosefrei” bedeutet nicht „milcheiweißfrei” – bei Eiweißallergie explizit nachfragen.
- Etiketten: „Molke”, „Kasein”, „Kaseinate”, „Milchpulver”, „Laktose” auf versteckte Milch prüfen.
- Hartgekäse (Parmesan, alter Gouda) enthält kaum Laktose – oft bei Laktoseintoleranz verträglich.
- Laktasepräparate (Enzyme als Tablette) helfen bei Laktoseintoleranz, NICHT bei Milcheiweißallergie.